Zuverlässige Infrastruktur für die Fertigung

Von Moritz Jäger am 22. Mai 2017
HPE bietet mit Virtual Fort Knox und der Converged Plant Infrastructure einen neuen Ansatz, um kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu effektiven Big-Data-Lösungen zu ermöglichen. Besonders Fertigungsbetriebe sollen von dieser Lösung profitieren.

Big Data kann nicht nur großen Firmen helfen, auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren von den Analysefunktionen. Das Problem sind oft die damit verbundenen Kosten für eine sichere und zuverlässige Infrastruktur. HPE will diese Herausforderung mit dem Forschungsprojekt Virtual Fort Knox neu angehen.

Dahinter steckt eine Private Cloud, die sich an den produzierenden Mittelstand richtet. Firmen mittlerer Größe sollen damit in der Lage sein, Cloud-basierte Dienste zu nutzen. Virtual Fort Knox ist mehr als nur ein einzelnes Angebot. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Cloud-Plattform, die Converged Plant Infrastructure (CPI). Dieses System kann die Funktionen von Virtual Fort Knox direkt beim Kunden abbilden - das ist etwa dann von Vorteil, wenn keine schnelle Internetanbindung vorhanden ist.

Der große Vorteil ist, dass sich CPI als Plattform für andere Applikationen eignet. Dadurch lassen sich eine Vielzahl von möglichen Anwendungsfällen abbilden, von Fertigungssystemen bis hin zu betriebswirtschaftlichen Prozessen. CPI schafft es, die Netzwerkprozesse - die für Ausfälle anfällig sind - direkt an den Ort der Datenentstehung zu bringen. Damit lassen sich zentrale Systeme aufbauen sowie Instanzen in dezentralen Systemen zur Verfügung stellen.

Sicherheit zuerst

CPI baut virtuelle Instanzen auf, die Daten und Systeme kapseln können. Dadurch lässt sich ein hoher Datenschutz realisieren. Die jeweiligen Anwendungen erhalten Zugang zu den Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Dank dem Einsatz von Containern lassen sich die verschiedenen Applikationen auf einer Plattform fahren, ohne dass dabei Daten offengelegt werden müssen.

Dazu kommt die physikalische Sicherheit. Die Converged Plant Infrastructure kann als ein Micro-Datencenter beim Kunden aufgebaut werden. Die notwendige Intelligenz steckt in einem zwei Kubikmeter großen Block, der neben der notwendigen Kühlung auch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung enthält. Damit lassen sich hochspezialisierte Rechenzentren direkt an den Fertigungsort bringen. Die jeweiligen CPIs lassen sich untereinander verbinden und können so ein effektives Netzwerk bilden.

Die einzelnen Systeme schützen sich selbst gegen Datenmanipulation. Erkennt das System eine Anomalie, wird der komplette Netzwerkverkehr über eine separate, logische Verbindung geleitet. Diese Verbindung läuft auf der gleichen Internetverbindung, ist aber komplett vom anderen Datenverkehr getrennt. Das betroffene System wird über einen Alarm identifiziert und von den restlichen Applikationen isoliert. So kann der Betrieb aufrechterhalten werden, ohne gleichzeitig eine zu große Angriffsfläche zu bilden.