Standards sind wichtig für die digitale Transformation

Von Klaus Manhart am 28. Juni 2017
Der Erfolg der digitalen Transformation hängt entscheidend von der Verfügbarkeit globaler Standards ab. Die Vernetzung von Wertschöpfungsketten über Unternehmensgrenzen hinweg wird damit erheblich erleichtert.

Deutsche Unternehmen sehen bei der digitalen Transformation Standards mehrheitlich als wichtig an. Das ergab eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft unter 1.200 deutschen Unternehmen. Hinter dem Wunsch nach mehr Standards steckt allerdings keine strategische Überlegung. Vielmehr führen Firmen Standards oft einfach deswegen ein, weil ihre Kunden das möchten.

Für Kunden haben Standards den Vorteil, dass keine Fehlerkorrekturen an den Systemschnittstellen anfallen und damit ein erheblicher Kostenfaktor wegfällt. Standards verringern zudem Effizienzverluste, die trotz ihres Umfangs oft unbemerkt bleiben. Auch Medienbrüche, manuelle Eingriffe und Übersetzer werden hinfällig.

Standardisierungsbeispiele

Beispiele für bereits weitreichend eingesetzte Standards sind jene für das Internet (TCP/IP-Protokolle) und jene für das Verfolgen von Produkten über Barcodes und RFID. Industrie 4.0 erfordert darüber hinaus eine nie dagewesene Integration der Systeme über Domänen- und Hierarchiegrenzen sowie Lebenszyklusphasen hinweg, die nur auf der Grundlage konsensbasierter Spezifikationen möglich ist. Auch die horizontale und die vertikale Kommunikation sowie der Datenaustausch aller Teilnehmer im Internet of Things kann nur auf Basis gemeinsamer Standards gelingen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, dass eine mangelnde Standardisierung die Digitalisierung hemmt. Hewlett Packard Enterprise (HPE) unterstützt Standardisierungsbemühungen und ist in zahlreichen Standardisierungsprojekten und -gremien vertreten.