Optimismus trotz Uneinigkeit

Von Klaus Manhart am 20. Juni 2017
Unternehmen aus der EMEA Region sind sich uneinig, wie das Internet of Things produktiv angewendet werden kann, blicken aber insgesamt optimistisch auf das IoT-Potential. Das ergab eine aktuelle Aruba-Studie.

Das Wissen von Führungskräften zum Internet of Things (IoT) und seine Einsatzmöglichkeiten sind laut der aktuellen Studie "The State of IoT in EMEA" gespalten. Die Umfrage wurde von Aruba, einem Hewlett-Packard-Enterprise-Unternehmen, unter 1.400 Führungskräften und IT-Fachkräften in Europa und im Nahen Osten durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich IT- und Geschäftsabteilungen nicht einig sind, was IoT eigentlich bedeutet. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der IT-Fachkräfte definieren IoT als "ergänzende Internetverbindung zu Alltagsobjekten", während fast die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmensleitungen IoT als die Vernetzung und Automatisierung von Gebäudeeinrichtungen versteht.

Dies führt laut der Studie unter anderem dazu, dass Unternehmen IoT auf einem sehr unterschiedlichen Niveau einsetzen und in den Regionen teils signifikante Unterschiede im Verständnis von IoT und dem Sicherheitslevel, das IoT bieten kann, wahrgenommen werden.

Vorsichtiger Optimismus

Dementsprechend variieren auch die Anwendungsszenarien innerhalb der Abteilungen. Laut IT-Fachkräften ist und bleibt das Haupteinsatzgebiet von IoT die Überwachung und Instandhaltung von kritischen Anlagen. Für die Unternehmensleitung liegt der bevorzugte Einsatz in der Bereitstellung von standortbezogenen Services.

Dennoch sind Unternehmen insgesamt optimistisch was IoT betrifft. So setzen laut der Studie bereits 50 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region IoT ein, 2019 sollen es sogar 82 Prozent sein. Nur 13 Prozent der IT-Führungskräfte haben bislang keine Pläne, IoT zu nutzen.

"Es ist nachvollziehbar, dass es unterschiedliche Auffassungen zu IoT in den verschiedenen Unternehmensabteilungen gibt", sagt Mortem Illum, Vice President von Aruba. "Aber mit dem beispiellosen Fortschritt der Integration von IoT und dem Nutzen für Unternehmen ist es wichtig, einen Dialog zu eröffnen, um die Zusammenführung von IoT und Unternehmen zu ermöglichen. Unterschiedliche Prioritäten können sich disruptiv auswirken."