Neue Finanzregularien erfordern flexible IT-Infrastruktur

Von Klaus Manhart am 21. Juli 2017
Globale Finanzdienstleister kämpfen bereits mit einer Reihe von regulatorischen Anforderungen. Doch mit neuen Regularien des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht wird die Aufgabe für viele Unternehmen noch schwieriger. HPE Synergy liefert die dafür notwendige flexible Infrastruktur.

Auf globale Finanzdienstleister kommen neue Regularien zu - und damit weitere Anforderungen an ihre IT-Infrastruktur. Der Hintergrund: Das von den Zentralbanken und Bankaufsichtsbehörden der G10-Staaten gegründete "Basel Committee on Banking Supervision", kurz als "Basler Ausschuss" bezeichnet, hat seine Regularien überarbeitet.

Der Ausschuss veröffentlichte im Januar 2016 ein neues Framework für Marktpreisrisiken. Mit der Publikation der "Minimum capital requirements for market risk" im Januar 2016 wurden die neuen Regeln für den Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) finalisiert. Das Papier des Baseler Ausschusses sieht eine Umsetzungsfrist bis zum Jahr 2019 vor.

Damit kann nun die Implementierung der neuen Regeln nach dem FRTB-Standard geplant werden. Die Änderungen, die dazu an den Infrastrukturen der Banken vorgenommen werden müssen, sind nach Auffassung der Beratungsfirma Ernst & Young "transformational". Die erforderlichen Modifikationen an den Daten und den Technologien zur Umsetzung der Vorschriften sind von zentraler Bedeutung, so die Wirtschaftsanalysten.

Die IT muss flexibler werden

Was bedeuten die neuen Anforderungen in Bezug auf die IT-Infrastruktur? Vieles davon ist derzeit noch nicht absehbar. Aber sehr wahrscheinlich ist, dass die Änderungen für Finanzdienstleister einen erheblichen Einfluss auf ihre IT-Operationen und Workloads haben werden.

Betroffen sind beispielsweise Risikosysteme sowie insbesondere auch Systeme aus den Bereichen Marktdaten, Referenzdaten, Front Office, Meldewesen, Treasury, Reporting, etc. Neben der Implementierung der FRTB-Modelle muss auch noch der laufende Betrieb der existierenden VaR-Modelle (Value-at-Risk) gewährleistet werden.

Die Regularien erfordern vor allem auch bestimmte Änderungen der Art und Weise, in der Anwendungen entworfen werden, um zusätzliche Datensätze zu speichern, die für die Compliance erforderlich sind. Das hat zur Folge, dass in einigen Fällen die Rechenzyklen während der Spitzenzeiten viermal höher sein können als zu anderen Zeiten.

Finanzdienstleister brauchen deshalb bei Rechen- und Speicherkapazitäten mehr Flexibilität und Elastizität. Diese Anforderungen können über eine Cloud-basierte Lösung wie HPE Synergy umgesetzt werden. Die Plattform bietet Unternehmen die Möglichkeit, die Kapazität nach oben und unten je nach Bedarf zu skalieren.

HPE Synergy erlaubt es, sowohl traditionelle als auch Cloud-native Anwendungen in einer hybriden IT-Infrastruktur zu betreiben. Die Plattform basiert auf einer neuen Architektur namens Composable Infrastructure mit drei Hauptentwurfsprinzipien. Fließende Ressourcen-Pools wie Computing und Storage werden erstens nach Bedarf physisch, virtualisiert oder containerisiert zusammengesetzt und orchestriert. Software-definierte Intelligenz legt zweitens die erforderliche Infrastruktur selbstständig fest. Und eine einheitliche API liefert drittens eine vollständige Programmierbarkeit und kompakte Schnittstelle für Infrastructure-as-a-Service.

Viele Finanzdienstleister nutzen HPE Synergy

Unternehmen, die von traditionellen Blade- oder Rack-Server-Umgebungen auf moderne hybride Infrastrukturen wie Synergy umsteigen, können ihre Gesamtbetriebskosten um 15 bis 18 Prozent reduzieren. Diese Kostenreduktion und eine bessere Effizienz werden durch einfachere Technologien und erhöhte IT-Intelligenz möglich gemacht.

Eine wachsende Zahl von Finanzdienstleistern investiert in HPE Synergy, weil sie in den Regionen, die von den neuen Regularien betroffen sind, ihre Infrastrukturen aufrüsten müssen. Dazu gehören vor allem große, global agierende Investmentbanken, die eine solide und flexible Plattform für das Hosting ihrer kritischen Workloads brauchen. So hat beispielsweise eine private französische Bank ihre traditionelle IT-Infrastruktur durch HPE Synergy ersetzt. Sie profitiert nun sowohl von der größeren Flexibilität und Skalierbarkeit von Speicher- und Rechenkapazitäten als auch von reduzierten Betriebskosten.

Mit den sich abzeichnenden FRTB-Fristen müssen sich die betroffenen Finanzdienstleister auf die Einhaltung der Regeln vorbereiten. Zu dieser Vorbereitung gehört, dass die IT-Infrastruktur flexibel mit zusätzlichen Kapazitäten umgehen kann und diese bei Bedarf aufgestockt und gesenkt werden kann. HPE Synergy bietet die Flexibilität, die Unternehmen in Zukunft brauchen werden, um neu entstehende Prozesse adäquat behandeln zu können.