„Im CTC machen wir moderne Technologie greifbar“

Von Moritz Jäger am 01. Juni 2017
Im Customer Technology Center zeigt HPE seine neuesten Technologien und Lösungen für die digitale Transformation. Doris Schubert-Vinzens, die Leiterin des deutschen Zentrums in Böblingen, erläutert, wie HPE mit dem Zentrum Business-Kunden anspricht und wie diese das CTC nutzen können.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat im schwäbischen Böblingen ein neues Customer Technology Center (CTC) errichtet. Neu- und Bestandskunden bietet sich hier die Gelegenheit, neuartige Lösungen und HPE-Technologien live zu erleben. Wir sprachen mit Doris Schubert-Vinzens, Leiterin des deutschen CTC, über das Konzept und Besuchsmöglichkeiten des Zentrums.

Frau Schubert-Vinzens, was steckt hinter dem HPE Customer Technology Center?

Doris Schubert-Vinzens: Für HPE ist Innovation ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur. Seit Ende April 2017 präsentieren wir diese Innovationen in unserem CTC auf einer etwa 600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche. Dort zeigen wir neueste Infrastrukturtechnologien und Lösungen. Unsere Kunden erfahren viel über Technik und Produkte, aber auch, wie HPE sie bei der digitalen Transformation unterstützt.

Wie können wir uns das CTC vorstellen? Ist es ähnlich wie ein Messestand?

Doris Schubert-Vinzens: Es ist eher wie ein Produkt: Wir haben dort unser eigenes Konzept für Showrooms oder Kundencenter umgesetzt. Wir haben zum Beispiel klassische Medientechnologie durch extrem flexible Standard-IT-Komponenten ersetzt und eine App entwickelt, die die Besucher durch das CTC führt und personalisierte Nachrichten überträgt. Mit diesem Konzept machen wir das komplette HPE-Portfolio und die digitale Transformation greif- und erfahrbar.

Das heißt, das Konzept des CTC selbst wird verkauft?

Doris Schubert-Vinzens: Genau. Wir bieten ein Produkt, das Firmen für ihre eigenen Showrooms nutzen können. Das Konzept wurde von Pointnext entwickelt, und ist bereits erfolgreich bei einzelnen Kunden im Einsatz. In unserem eigenen CTC haben wir damit zum Beispiel Demos zu Data Analytics, Intelligent Edge, Mobility und Hybrid IT umgesetzt. Überdies haben wir eine so genannte Transformation Zone aufgebaut. Dort führen wir praktische Einsatzszenarien der digitalen Transformation vor. Unsere Kunden erleben und verstehen mögliche Transformationsansätze anhand von Use Cases. In einem weiteren Bereich stellen wir unser Forschungsprogramm "The Machine" vor, in dem wir den Computer der Zukunft entwickeln. Auch Pointnext, unsere neue Service-Sparte, stellt sich im CTC vor und gibt einen genauen Einblick in ihre Arbeit. Zum CTC gehört aber auch echte Hardware und ein operatives Rechenzentrum mit 14 Racks.

Gibt es einen Beispielbesuch im CTC?

Doris Schubert-Vinzens: Nein, jeder CTC-Besuch ist einzigartig. Wir arbeiten eng mit den Kundenberatern zusammen, um zu verstehen, was den jeweiligen Kunden interessiert. Die Demos werden genau auf die Herausforderungen der Besucher zugeschnitten. Dasselbe gilt für strategische Themen. Durch unsere flexible Präsentations-Technologie haben wir die Möglichkeit, das komplette CTC per Knopfdruck auf den jeweiligen Kunden zu personalisieren.

Richtet sich das CTC eher an Neu- oder Bestandskunden?

Doris Schubert-Vinzens: Es richtet sich an beide Zielgruppen. Viele unserer Bestandskunden nutzen das Angebot, um sich über neue Technologien zu informieren. Wir nutzen hier die umfangreichen Demo-Möglichkeiten, um mithilfe unserer Experten genau diese Neuigkeiten konkret vorstellen zu können. Es gibt viele Beispiele, bei denen Bestandskunden ins CTC kamen und von den neuen Lösungen beeindruckt waren.

Egal ob Neu- oder Bestandskunden, unsere Besucher kommen im CTC mit Lösungen und Ansätzen in Berührung, die sie vorher so nicht kannten. Durch konkrete Lösungsansätze und umfangreiche Demos lassen sich diese deutlich besser darstellen als etwa in einem Workshop beim Kunden.

Das CTC ist ein interessanter Gegentrend: Normalerweise geht der Trend ja in Richtung virtuelle Demonstrationen.

Doris Schubert-Vinzens: Es ist wichtig, dem Kunden die Lösungen komplett vorzustellen, inklusive der genutzten Hardware. Das ist einfach ein anderes Erlebnis als ein Webcast oder eine klassische Präsentation.

Wie kann ich Sie als Kunde besuchen?

Doris Schubert-Vinzens: Der HPE Account-Manager ist der erste Ansprechpartner, aber auch über HPE Vertriebspartner. Das CTC ist nicht selbst Ansprechpartner für den Kunden, die Kommunikation läuft über unsere Vertriebs-Teams. Diese stellen sicher, dass die Demos passend ausgewählt werden und dass ein Follow-Up erfolgt. Alternativ gibt es über unser weltweites Kundennetzwerk eine Webseite, über die Interessenten einen Ansprechpartner erhalten können.

Wie verhält sich das bei Neukunden?

Doris Schubert-Vinzens: Auch hier empfehlen wir die Kontaktmöglichkeiten auf der Homepage des Kundennetzwerks. Parallel dazu finden sich auch auf der HPE-Homepage Informationen, um mit den richtigen Personen in Kontakt zu kommen.

Wie wird das CTC angenommen?

Doris Schubert-Vinzens: Sehr gut. Obwohl wir noch mitten im Umbau waren, konnten wir schon im letzten Quartal rund 80 Kundengruppen im CTC begrüßen - dazu kamen noch mehrere Veranstaltungen. Darüberhinaus ist das Interesse an der Mobile-First Experience groß und an Demos zu Composable Infrastructure (Synergy) als Basis für Enterprise Hybrid Cloud. Und die Nachfrage steigt, desto mehr sich bei HPE-Kollegen und Kunden herumspricht, welchen Mehrwert das CTC bietet.