HPEs The Machine verändert Big Data

Von Moritz Jäger am 19. Juli 2017
Die schiere Menge an zu verarbeitenden Informationen benötigt neue Ansätze. HPE setzt mit „The Machine“ auf eine Architektur, bei der nicht mehr der klassische Prozessor, sondern Speicher im Fokus steht.

20 Milliarden mobile Geräte. 100 Milliarden intelligente "Dinge". So viele Produkte sollen laut Hewlett Packard Enterprise (HPE) in 2020 mit dem Internet verbunden sein und Daten generieren. Das bedeutet, dass ein niemals dagewesenes Datenvolumen erstellt und verarbeitet werden muss.

Klassische Ansätze sind mit diesen Aufgaben wahrscheinlich überfordert, es braucht also neue Lösungen. Diese kommen in Form des "Memory-Driven Computings". Dabei wird die aktuelle Architektur - seit knapp 60 Jahren nur minimal verändert - durch neue Techniken abgelöst.

Dabei steht der Speicher und nicht mehr der Prozessor im Mittelpunkt. Damit lassen sich Leistungen erzielen, die bislang kaum für möglich gehalten wurden. HPE treibt diese Entwicklung mit dem Projekt "The Machine" voran. Der erste Prototyp läuft bereits und arbeitet große Datenmengen in bislang nicht gekannter Geschwindigkeit ab. Das bedeutet, dass sich Memory-Driven Computing nicht nur theoretisch sondern auch in der Praxis bewährt hat.

Für Leistung optimiert

Der Aufbau der Systeme ist komplett auf die Verarbeitung großer Datenmengen eingestellt. Im Herzen stecken die sogenannten Fabric-Attached Memory Module. Diese erhöhen die Rechenleistung und -effizienz enorm, indem mehrere Prozessoren auf die Daten zugreifen können.

Das ermöglicht der Memory Fabric Switch, er lässt Prozessoren Daten in jedem Systemnode direkt ansteuern. Die eigentliche Memory-Driven Computing-Einheit ist dabei so flexibel, dass sie sich für jede anstehende Aufgabe anpassen lassen. Besonders interessant ist die Datenübertragung. Statt klassischer elektrischer Leitungen setzt HPE auf Photonen. Diese bieten bislang unbekannte Geschwindigkeiten beim Zugriff auf die gespeicherten Daten.

Mehr Informationen zu The Machine hat HPE auf dieser Seite und im Fact-Sheet "Memory Driven Computing" zusammengestellt.