HPE verpflichtet Lieferanten zu Green IT

Von Klaus Manhart am 12. Juli 2017
HPE will bis 2025 produktionsbedingte Treibhausgas-Emissionen in seiner gesamten Lieferkette um 15 Prozent senken. Das entspricht dem Ausstoß von 21 Millionen Autos während eines Jahres.

Nicht nur in der Autoindustrie - auch im IT-Bereich hat das Thema Klimaschutz eine hohe Bedeutung. Die Studie Smart 2020 hat aufgezeigt, welchen Wert die IT für Klimaschutz und Ressourceneffizienz wirklich hat: Der Studie zufolge könnten bis zum Jahr 2020 durch ICT-Lösungen allein in Deutschland rund 207 Megatonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.

Entsprechend sieht sich die IT-Industrie zunehmend unter Druck, Emissionen ihrer eigenen Produktion als auch ihrer Wertschöpfungskette unter Kontrolle zu bringen. Hewlett Packard Enterprise (HPE) engagiert sich hier in besonderem Maße. Das IT-Unternehmen hat vor kurzem das weltweit erste umfassende Lieferantenprogramm vorgestellt, das auf Klimawissenschaft basiert.

Massive CO2-Reduktion bis 2025

Das Programm verpflichtet 80 Prozent der HPE-Lieferanten dazu, wissenschaftlich fundierte CO2-Reduktionsziele in ihren eigenen Fertigungsanlagen bis zum Jahr 2025 umzusetzen. Der CO2-Ausstoß soll damit um 100 Millionen Tonnen reduziert werden - das ist der Ausstoß von 21 Millionen Autos pro anno. Um dieses Ziel zu erreichen stellt HPE seinen Lieferanten eine große Bandbreite an Werkzeugen und Ressourcen zur Verfügung, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Umweltschutzorganisationen entwickelt wurden.

Diese Maßnahmen zahlen sich auch finanziell aus - nicht nur für HPE, sondern auch für seine Lieferanten und Kunden. Nach jüngsten Zahlen von CDP, einer internationalen Organisation, die über die größte Datenbank mit Unternehmensinformationen zum Thema Klimawandel verfügt, beträgt die durchschnittliche Internal-Rate-of-Return-Quote von Investitionen in Emissionsreduktion im IT-Sektor beinahe 40 Prozent.