Aus IoT-Innovationen marktreife Produkte entwickeln

Von Klaus Manhart am 14. Juni 2017
Google und Amazon rollen mit smarten Devices und AI den Markt auf. Die deutsche Industrie schaut wieder einmal zu. Dabei hat sie eigentlich die besten Voraussetzungen Innovation im IoT Bereich hervorzubringen. Sie muss nur digitale Geschäftsmodelle besser verstehen.

Obwohl inzwischen fast jeder in der Branche über Industrie 4.0 spricht, kommt kaum etwas an gefühlter Innovation bei Endkunden an. Die digitalen Produkte, die erfolgreiche physische Produkte wie Autos oder Waschmaschinen ergänzen, fehlen vollkommen.

Woran liegt das? Crisp Research stellt die These auf, dass es gerade daran liegt, dass die deutsche Industrie (nur) über Industrie 4.0 und nicht allgemeiner über das Internet of Things (IoT) nachdenkt. Vier Impulse können laut Crisp Research helfen, IoT-Innovationen in digitale Geschäftsmodelle zu transformieren.

  1. Räume Sie Industrie 4.0 Initiativen WENIGER Priorität ein! Lehnen Sie sich nicht zurück, wenn ihr Unternehmen Industrie 4.0 Initiativen gestartet hat. Dies bringt möglicherweise die industrielle Fertigung auf einen neuen Level, liefert aber in den meisten Fällen keine digitalen Produkte mit lukrativen, fortlaufenden Subscription-Umsätzen.

  2. Verstehen Sie digitale Produkte und Geschäftsmodelle. Viele Branchen inklusive der Automobil-Industrie haben immer noch ein Problem den neuen After-Sales Markt zu verstehen. Es geht heute nicht mehr darum, möglichst viele Original-Ersatzteile an die Händler und Werkstätten zu verkaufen, sondern um Kundenbindung und um fortlaufende Umsatzgenerierung durch digitale Produkte.

  3. Verstehen Sie die Ökosystem-Landschaft. Industrie 4.0 ist kaum hilfreich beim Verständnis des Kunden-Ökosystems. Mobile Device Anbieter wie Apple erwirtschaften binnen ca. 2,5 Jahren mit den Subscriptions wie Cloud-Storage, Musik Streaming oder third-party Subscription-Royalties noch einmal den gleichen Umsatz wie für das eigentlich Device! Warum kann mein Auto nicht einmal meinen Freunden mitteilen, welches heute die günstigste Tankstelle ist oder nachfolgende Fahrzeuge vor einem Schlagloch oder Aquaplaning warnen? Das wäre Wertschöpfungen zwischen Kunden.

  4. Vernetzen Sie Kunden- und Hersteller-Ökosysteme. Gerade im After-Sales von technologisch komplexen Produkten ist eine Interaktion zwischen dem Kunden und Hersteller-Ökosystem essentiell. Anbieter sollten auch viel mehr Kunden in die Definition oder Verbesserungen zukünftiger Produkte einbeziehen. Obwohl viele moderne Autos inzwischen Sprach-Interfaces haben, gibt es immer noch keine Möglichkeit, ein einfaches Produkt-Feedback über diesen Kanal an den Hersteller zu senden.

Hewlett Packard Enterprise (HPE) bietet zusammen mit Partnern vielfältige Services für die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle. HPE-Experten unterstützten Sie auch dabei, den für Sie besten Weg zur Generierung von Umsätzen aus kundenorientierten, digitalen Services zu finden. Einen Überblick erhalten Sie hier.