„Synergy ist eine Plattform für beide IT-Welten"

Von Buxton Ima am 17. März 2017
Hybride IT-Infrastrukturen sind komplex und lassen sich nicht einheitlich verwalten. Mit seiner Plattform Synergy will HPE hybride Strukturen erheblich vereinfachen und auf Basis einer Composable Infrastructure vorhandene Ressourcen optimal nutzen. Welchen Mehrwert dies Unternehmen bietet, erklärt Stefan Weber, Strategic Sales Consultant bei HPE, im ersten Teil unseres Interviews.

Herr Weber, die digitale Transformation zwingt Unternehmen mehr denn je zur Innovation. Was bedeutet das für die IT-Systeme von Unternehmen?

Stefan Weber: Das ist richtig. In erster Linie sollte die IT Unternehmen das Erschließen neuer Geschäftsfelder ermöglichen und das Business möglichst wenig beschränken. Das ist nicht immer einfach. Denken Sie nur an Henry Ford, dem großen Autobauer und Visionär, der sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele Fahrzeuge zu produzieren, um möglichst vielen Kunden den Kauf eines Autos zu ermöglichen. Dies konnte er erreichen, indem er die Wahlmöglichkeiten der Kunden einschränkte und zugleich auf eine Modernisierung der Fertigungsprozesse setzte: Er versprach jedem seiner potenziellen Kunden ein Auto - solange es die Farbe schwarz hat.

Die IT hat in der Vergangenheit ähnlich agiert, indem sie Business-Anforderungen auf die Möglichkeiten der eigenen IT-Systeme beschränkte. Damit sind Unternehmen allerdings in der digitalen Welt nicht mehr wettbewerbsfähig. Eine Lehre lässt sich daher aus dem Vorgehen von Ford ziehen: Er hat damals die Balance zwischen Kontrolle und Flexibilität auf der einen Seite und Stabilität - auch für das Business - auf der anderen Seite gefunden. Vor dieser Herausforderung steht heute auch die IT: Sie muss zwei Welten gerecht werden, muss agil und schnell sein und zugleich die Kontinuität ihrer Systeme sicherstellen.

Wie sieht die IT-Systemlandschaft in Unternehmen aus infolge dieser Entwicklung?

Stefan Weber: Bei HPE sind wir der Überzeugung, dass die IT künftig hybrid sein wird. Für unsere Kunden bedeutet das primär Wahlfreiheit: Erst die Kombination aus Hardware und Software unterschiedlicher Bezugsmodelle wie Public- oder Private-Cloud-Lösungen schafft die für das einzelne Unternehmen optimale IT-Infrastruktur. Wir stellen dem Kunden diese IT-Infrastruktur bereit, damit er in seinem Geschäftsumfeld optimal agieren kann.

"Synergy bietet auch Bestandskunden zusätzliche Möglichkeiten", Stefan Weber, Strategic Sales Consultant HPE Server bei HPE
"Synergy bietet auch Bestandskunden zusätzliche Möglichkeiten", Stefan Weber, Strategic Sales Consultant HPE Server bei HPE
Foto: HPE GmbH

Wie können CIOs den Spagat bewältigen zwischen Geschwindigkeit und Kontinuität?

Stefan Weber: Das Problem für den CIO heute ist, dass er immer mehr Verantwortung trägt bei beschränkten Budgets. Er soll zum einen Innovationsmotor sein, mit seiner Organisationseinheit aktiv zur Wertschöpfung im Konzern beitragen und neues Geschäft generieren - Gartner bezeichnet dies als Mode 2 der bimodalen IT. Auf der anderen Seite muss er die bestehenden Systeme und Landschaften weiterhin betreiben - die Klassische IT - Mode 1 nach Gartner. Diese beiden Welten wollen wir mit unserer neuen Plattform Synergy vereinen.

Synergy ist eine Plattform für beide Welten. Mit Synergy erreichen Sie die Agilität, die Sie für Modus 2 benötigen, und die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit, die für Modus 1 nötig ist. Die Plattform harmonisiert das Beste aus beiden Welten - schafft also eine Synergie aus beiden Welten, das steckt hinter dem Namen.

Welche konkreten Vorteile ergeben sich dadurch für Unternehmen?

Stefan Weber: Das Interessante an Synergy ist, dass die Plattform nicht nur neue Anforderungen adressiert, sondern auch Bestandskunden zusätzliche Möglichkeiten bietet. Mit Synergy lässt sich etwa auch das Management bestehender Prozesse weiter automatisieren oder der unterbrechungsfreie Betrieb sicherstellen. Virtual Connect mit MLAG (Multi Chassis Link Aggregation) ermöglicht beispielsweise eine Aktualisierung im laufenden Betrieb. Des Weiteren werden die Kosten im Netzwerk durch das Master-Satellite-Konzept gesenkt und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen sinken die Kosten bei der Skalierung mehrerer Frames und zum anderen werden keine TOR Switche mehr benötigt.

Ein weiteres Beispiel ist die optimierte Nutzung von Hardware, um Kosten zu senken. Ausgangspunkt ist die aktuelle Situation in Rechenzentren, deren Infrastruktur oftmals mit 50 Prozent oder weniger ausgelastet ist, weil teilweise erhebliche Reserven für Spitzenlasten eingeplant werden. Synergy verfolgt hingegen ein Pool-Konzept, bei dem mehrere Applikationen oder Workloads auf einen Pool von Ressourcen zugreifen können, der über eine Software-definierte Intelligenz verwaltet wird. Dabei erhalten aktive Applikationen automatisch freie Ressourcen zugewiesen.

Und wie unterstützt Synergy Anforderungen in der "neuen Welt"?

Stefan Weber: In der digitalen Welt geht es vor allem darum, neue Services schnell auszurollen. Dafür legt das Pool-Konzept von Synergy die Grundlage. Voraussetzung dafür ist allerdings eine starke Vereinfachung der hybriden Infrastrukturen. Dafür sorgt in Synergy die einheitliche Schnittstelle, die so genannte Unified API, mithilfe derer sich Dritt-Tools und Dritt-Systeme in bestehende Umgebungen integrieren lassen sowie offenen Industrie-Standards, die HPE ja auch mitdefiniert. Denn sobald Ihre Infrastruktur mit unterschiedlichen Schnittstellen arbeitet, die sie in einer jeweils anderen Sprache ansteuern müssen, nimmt Ihnen die dadurch entstehende Komplexität jede Möglichkeit das Ganze effizient zu verwalten.

Das ist natürlich deshalb so wichtig, weil die wenigsten Kunden ihre Organisation auf der grünen Wiese aufbauen, sondern über eine IT mit Historie und das heißt eigentlich immer über hybride Infrastrukturen verfügen.

Erfahren Sie im Teil 2 des Interviews mit HPE-Experte Stefan Weber am Beispiel von Use Cases, wie Sie HPE Synergy im Unternehmen einsetzen können.

Diskutieren Sie mit HPE Experten über Synergy und natürlich andere Business-IT-Themen und deren Bedeutung für die hiesige Industrie am HPE Stand auf der CeBIT 2017 in Halle 4, Stand A04 oder auf der Hannover Messe vom 24. bis 28 April in Halle 8, Stand A07.