SimpliVity erweitert HPE-hyperconverged-Angebot

Von Roland Freist am 07. April 2017
Anfang des Jahres übernahm HPE SimpliVity, einen Spezialisten für hyperkonvergente Systeme. Was macht dieses Unternehmen so interessant und was hat HPE damit vor?

Die 2009 gegründete, amerikanische Firma SimpliVity gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet der hyper-converged Systeme. Ihre wichtigste Entwicklung ist die OmniStack-Technologie, bestehend aus der Software OmniStack Data Virtualization Platform und der OmniStack Accelerator Card.

Die OmniStack-Software ist eine Lösung zum Aufbau einer Software-defined Infrastructure (SDI). Das Besondere an ihr ist die absolute Unabhängigkeit von der Hardware. Der Anwender kann damit auf jedem x86-basierten Server und auf jeder Storage-Infrastruktur virtuelle Maschinen bereitstellen. Das umfasst rein auf Flash basierende Storage-Systeme ebenso wie hybride Speicherlösungen. Dabei ist OmniStack auch unabhängig vom Hypervisor und kann mit jeder vom Anwender eingesetzten Technologie zusammenarbeiten.

Integriert in die Data Virtualization Platform sind ein Backup und eine WAN-Optimierung. Mit diesen Funktionen werden beispielsweise die Außenstellen von Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Daten auf den Servern des zentralen Rechenzentrums zu sichern, anstatt sie lokal vorhalten zu müssen. Mithilfe der ebenfalls integrierten OmniStack REST API kann der Administrator zudem Aufgaben wie die Sicherung von virtuellen Maschinen komplett automatisieren. In Kombination mit der Accelerator Card bietet OmniStack zudem eine Inline-Deduplizierung und Datenkomprimierung an.

Mark Linesch, der HPE-Vice President of Strategy for CTO Office, erläutert im Interview auf der CeBIT die Hintergründe zur Übernahme von SimpliVity durch HPE. Zudem präsentierte der Konzern auf der Messe als erstes neues Produkt den HPE SimpliVity 380, bei dem die OmniStack-Software mit einem Modell aus der HPE-ProLiant-Serie zusammengebracht wurde, der laut HPE erfolgreichsten Server-Plattform der Welt.