Hyper-converged Systeme als schlüsselfertige Lösungen

Von Roland Freist am 23. März 2017
Hyperkonvergente Systeme gehören zu den interessantesten Ansätzen der IT in den vergangenen Jahren. Sie bilden die Basis für die modernen, Software-definierten Rechenzentren und bringen als Benefit einen deutlich verringerten administrativen Aufwand mit.

Die neuen Möglichkeiten der Virtualisierung sind im Konzept des Software-defined Datacenter (SDDC) gemündet, bei dem die Services des Rechenzentrums nicht mehr an eine bestimmte Hardware gebunden sind, sondern per Software bereitgestellt werden. Dafür wurde allerdings auch eine neue Art von Hardware nötig, was schließlich zur Entwicklung von hyperkonvergenten Systemen wie HPE Hyper Converged 380 führte.

Bei diesen Appliances ist eine durchgängige Virtualisierung realisiert. Die gesamte Funktionalität ist virtualisiert, selbst der Storage-Controller wird per Software bereitgestellt. Auf Basis von bewährter Standard-Hardware wie etwa einem Server des Typs HPE ProLiant DL 380 - laut Hersteller der meistverkaufte Server der Welt - bieten die hyperkonvergenten Maschinen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, in kürzester Zeit mehrere virtuelle Maschinen zu konfigurieren und in Betrieb zu nehmen. Bei der Server-Virtualisierung kommt dabei laut den Daten des Marktforschungsunternehmens Gartner in den meisten Fällen VMware vSphere zum Einsatz, als dessen einzigen ernsthaften Konkurrenten Gartner Microsoft Hyper-V identifiziert hat.

Kein Austausch von Netzwerkkomponenten mehr nötig

Die Appliances sind vorkonfiguriert, sämtliche Services lassen sich über ein einheitliches Set von Management-Tools umsetzen und bereitstellen. Die vereinheitlichte Umgebung bildet zudem die notwendige Voraussetzung für die zahlreichen Automatisierungsfunktionen hyperkonvergenter Systeme. Sollte die Kapazität einer solchen Appliance eines Tages nicht mehr ausreichen, lässt sie sich durch ein unkompliziertes Scale-out erweitern: Die IT ordert einfach ein weiteres System. Der aufwendige Austausch von RAM, Disks, Netzwerk-Komponenten und so weiter entfällt. Stattdessen bestellen die Kunden beim Hersteller gleich bei der Anschaffung die benötigte Ausstattung mit RAM, Flash-Speicher und herkömmlichen Spinning Disks. Durch die vereinfachte Verwaltung profitieren vor allem kleinere IT-Abteilungen mit geringeren Ressourcen vom Einsatz hyperkonvergenter Systeme.