Herstellerunabhängig speichern

Von Roland Freist am 29. März 2017
Mit Software-defined Storage kommt Bewegung in die starren Strukturen der Speichersysteme. Das Konzept macht die Unternehmen unabhängiger von den Herstellern und vereinfacht die Verwaltung der Storage-Ressourcen.

Bei einem durch Software definierten Storage (SDS) wird die Speicherung und Verwaltung der Daten von der Hardware getrennt. Auf diese Weise lassen sich einerseits die Kapazitäten mehrerer Storage-Systeme zu einem großen Pool zusammenfassen, der herkömmliche Spindelplatten genauso umfasst wie moderne Flash-Speicher. Zudem darf die Hardware auch von verschiedenen Herstellern stammen, was es den Unternehmen erlaubt, hochwertige Speicherplattformen etwa aus der StoreVirtual-Serie von HPE mit preiswerten Standardsystemen zu koppeln. Voraussetzung ist allerdings, dass diese eine der üblichen Virtualisierungslösungen wie VMware vSphere, Microsoft Hyper-V oder Linux KVM unterstützen.

Allerdings: Da bislang kein allgemein anerkannter, übergreifender Standard für Software-defined Storage existiert, kann es bei der Poolbildung in der Praxis zu Problemen kommen. Experten empfehlen daher, beim Aufbau eines SDS-Systems auf getestete Enterprise-Produkte zu setzen und mit erfahrenen Fachhändlern zusammenzuarbeiten.

Zentrale Verwaltung des gesamten Speichers

Die Software wiederum, wie etwa HPE StoreVirtual VSA, ist dafür zuständig, die verschiedenen, physisch getrennten Storage-Systeme zu einem großen, virtuellen Array zusammenzufügen. Dazu gehört auch ein zentrales Management, über welches der Administrator den gesamten vorhandenen Speicher provisionieren und orchestrieren kann. Viele Services lassen sich an dieser Stelle auch automatisieren. Auch eine übergreifende Datensicherung auf Basis von Snapshots lässt sich an dieser Stelle einrichten.

Die Standard-Prozedur, um eine SDS-Infrastruktur um zusätzliche Ressourcen zu erweitern, ist ein Scale-out, bei dem zusätzliche Hardware in Form von weiteren Storage-Systemen hinzugefügt und in den Verbund integriert wird. Der Kunde kann dabei heute erwarten, dass sich eine solche Erweiterung ohne Downtime im laufenden Betrieb erledigen lässt. Die StoreVirtual-Systeme von HPE bieten zusätzlich auch ein Scale-up, also einen Austausch oder ein Hinzufügen von zusätzlichen Disks oder Laufwerksgehäusen. Zudem sind sie auch für ein Scale-across angelegt, das Zusammenfügen mehrerer Cluster mithilfe des Tools HPE 3Par Peer Motion.