Flash löst das Giant-Data-Problem

Von Dietmar Müller am 22. Februar 2017
Es hätte nicht das Hasso-Plattner-Institut (HPI) bedurft, um zu erkennen, dass die Daten im Netz exponentiell wachsen. Aber gut, solide Zahlen schaden nicht: Das „Web der Daten“ hat sich seit 2011 mehr als verdreifacht.

Sind 2011 im Daten-Web immerhin schon fast 32 Milliarden standardisierte Beschreibungen von Ereignissen, Personen und Dingen zu finden gewesen, stießen Forscher erst kürzlich auf rund 84 Milliarden sogenannter Tripel. Und es werden laufend mehr, weswegen wir schon seit geraumer Zeit von Big Data sprechen. Wenn wir es heute aber mit Big Data zu tun haben, dann müssen wir morgen von Giant Data sprechen.

In einer Umfrage von Frost & Sullivan unter IT-Entscheidern wurde das Speicherwachstum entsprechend als größte Herausforderungen der letzten fünf Jahre für das Rechenzentrum genannt. Denn Unternehmen sammeln, replizieren und speichern mehr Daten als je zuvor. Dafür muss eine neue Speicherarchitektur entwickelt werden: Flash-Systeme bieten eine höhere Anwendungsleistung, mehr Datenschutz und ein effizienteres Management als herkömmliche festplattenbasierte Lösungen.

Flash-Laufwerk - auch Solid-State Drive oder SSD genannt - schreiben Daten mithilfe von Transistoren auf miteinander verbundene Speicherchips. Die Folge sind im Vergleich zu mechanischen Festplattenspeichern höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten bei den Lese- und Schreibvorgängen, geringere Kosten pro Eingabe-/ Ausgabevorgang, höhere Kapazitäten, Skalierbarkeit und Rechenzentrumseffizienz sowie die Möglichkeit zur Durchführung sehr schneller und differenzierter Snapshots.

Die Storage User Demand Study, die IDC bereits im August 2014 veröffentlicht hat, bestätigt all dies und fügt hinzu, dass die Energieeffizienz beispiellos ist. Laut Natalya Yezhkova, Research Director bei IDC und Autorin der Studie, sind die Einsparungen durch die niedrigeren Stromkosten so überzeugend, dass sie professionelle Flash-Speicher-Systeme als die Zukunft des Storage bezeichnet.

"Immer noch glauben jede Menge Endanwender, dass sie weder Budget noch Workloads für Flash-basierte Speichersysteme haben", so Yezhkova. "Wir gehen aber davon aus, dass das immer größere Angebot an Flash-basierten Produkten für immer mehr Einsatzszenarien bei gleichzeitig fallenden Preisen für die Komponenten alle Bedenken beseitigen und den Einsatz von Flash in der Zukunft deutlich ausweiten werden."