Festplatten haben ausgedient

Von Dietmar Müller am 20. Februar 2017
Die Speicherumgebung von Unternehmen umfassen in der Regel neben den herkömmlichen, festplattenbasierten Lösungen auch über einige neuere Flash-basierte Systeme. Letztere setzen sich immer mehr durch. Aus gutem Grund.

Bei Festplattenlaufwerken (Hard Disk Drive, HDD) werden die Daten auf eine rotierende magnetische Scheibe geschrieben, mittels eines "Kopfes", der wie bei einem altmodischen Plattenspieler an einem über der Scheibe schwebenden Arm befestigt ist. Der Vorteil liegt in der Verarbeitung großer Datenvolumen bei - noch - geringen Kosten.

Langfristig aber versprechen Flash-Laufwerke (auch Solid-State Drive oder SSD genannt), die Daten mithilfe von Transistoren auf miteinander verbundene Speicherchips schreiben, nicht teurer zu kommen als HDDs. Denn die Lebensdauer von SSDs liegt höher.

SSDs bestehen ja aus Milliarden von Speicherzellen, eine einzelne Speicherzelle wird in der Regel nicht übermäßig beansprucht. Hier helfen Wear-Leveling-Algorithmen, die die Schreibzugriffe gleichmäßig über alle Zellen verteilen. Laut Angaben von Herstellern können SSDs über fünf Jahre lang täglich mit 20 Gigabyte an Daten beschrieben werden - ohne Ausfallerscheinungen. Zumal in der Regel mehrere GB Reservezellen an Bord sind, die bei Defekten zum Einsatz kommen. Im Extremfall kommen MLC-Chips zum Einsatz, mit denen 10.000 Schreibzyklen ohne Probleme möglich sind, deren Zugriffszeiten aber vergleichsweise gering ausfallen.

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass ein rein elektrisch arbeitendes System wie ein Flash-Speicherbaustein generell mehr Zuverlässigkeit verspricht als ein elektromechanisches Produkt wie eine Festplatte. Die Lebensdauer gängiger SSDs wird immer größer, während die Preise dafür fallen.

Eine Ablösung von Hard Discs durch softwarebasierte Speichermöglichkeiten scheint nur mehr eine Frage der Zeit zu sein. Flash-Speicher werden die Speicherprobleme der Unternehmen lösen.