Design, Umsetzung und Betrieb aus einer Hand

Von Moritz Jäger am 20. März 2017
Hewlett Packard Enterprise bündelt seine Beratungs- und Support-Dienstleistungen unter der neuen Marke HPE Pointnext. Unternehmen erhalten aus einer Hand Beratung und Unterstützung während des kompletten Prozesses der digitalen Transformation. Starke Partner erlauben dabei selbst den Einsatz neuester Technologien.

Mit Pointnext stellt sich HPE in der digitalen Beratung neu auf. Verschiedene Beratungs- und Supportbereiche erhalten ein neues Dach, künftig sollen Unternehmen Beratung, Planung, Umsetzung, Support und Betrieb aus einer Hand erhalten. Rainer Peters, Director HPE Pointnext Support Germany und Frank Bloch, Director HPE Pointnext Consulting bei HPE, geben im Interview einen genaueren Einblick in das neue Angebot.

Wo sehen Sie aktuell die Herausforderungen für Unternehmen?

Rainer Peters: Unsere Kunden stecken in der digitalen Transformation. Wenn wir uns die Themen und die Herausforderungen dazu ansehen, dann gibt es vier große Themen auf die wir immer wieder stoßen: Kunden wollen sich auf eine neue Generation von Apps und Daten vorbereiten, möchten neue Techniken und Partner ohne erhöhte Komplexität integrieren, die weniger technologisch getriebenen Elemente ihrer IT-Systeme weiterentwickeln sowie die Auswirkungen von Change-Prozessen und die künftige Roadmap verwalten.

Rainer Peters, Director HPE Pointnext Support Germany
Rainer Peters, Director HPE Pointnext Support Germany
Foto: HPE GmbH

Durch die hohe Geschwindigkeit, mit der neue Technologien und Ansätze auf den Markt kommen, können Firmen unmöglich das komplette Know-how intern aufbauen. Das wird von einem Wechsel im IT-Ansatz unterstrichen. Immer häufiger geht der Ansatz von der klassischen IT-Infrastruktur mit eigener Hardware hin zu einem "Consumption"-Ansatz. Statt sämtliche Ressourcen selbst vorzuhalten, holt man sich die passende Leistung dann, wenn man sie braucht. Diese Herausforderungen benötigen vertrauenswürdige Partner, die passende Beratung liefern können. Wir helfen den Kunden in der Transformationsphase von A nach B zu gehen.

Wie soll Pointnext hier helfen?

Frank Bloch: HPE Pointnext ist eine neue Service Organisation, die auf eine jahrzentelange Historie zurückblickt. Wir bündeln unser Beratungs- und Support-Geschäft unter dieser neuen Marke. Ziel ist es, dem Kunden eine nahtlose, durchgängige Erfahrung zu bieten. Mit Pointnext betreuen wir Kunden von Anfang an und stehen in jeder Phase mit Rat und Tat zur Seite, alles aus einer Hand. Pointnext ist kein Produkt und kein singulärer Service. Es ist vielmehr die Summe unseres Portfolios, das wir am Markt platzieren. Wir sind zwar eine neue Organisation, haben aber Jahre und Jahrzehnte an reicher Erfahrung, die hier einfließt. Weltweit können wir auf 25.000 Experten sowie ein starkes Partnernetzwerk zugreifen.

Frank Bloch, Director HPE Pointnext Consulting
Frank Bloch, Director HPE Pointnext Consulting
Foto: HPE GmbH

Rainer Peters: Die neuen Herausforderungen bedeuten einen neuen Ansatz für HPE. Wir positionieren uns klar im Thema Hybrid IT. Wir wollen diesen Ansatz für unsere Kunden einfach machen. Wir verbinden Technologien aus dem Rechenzentrum mit Cloud-Lösungen, um eine hohe Flexibilität zu ermöglichen. Mit HPE Pointnext liefern wir dazu die passenden Dienstleistungen für Unternehmen.

Wie erklärt sich der Name?

Frank Bloch: Wir wollten das Konzept bewusst nicht "Firmennamen + Service" benennen, wie man es oft sieht. Wir wollten mit der neuen Marke Neugier schaffen, wir wollen anders sein und innovative Ansätze bieten. Die Idee hinter Pointnext ist, dass wir Kunden über ihre komplette digitale Transformation begleiten. Wir sind zuverlässiger Partner und Berater, von der ersten Idee über die Implementierung bis zum Betrieb. Uns ist es wichtig, dass wir uns mit dem Namen und der Organisation klar im Transformationsgeschäft positionieren und unsere Kunden hier beraten.

Sprechen wir über die verschiedenen Bereiche: Wie ist Pointnext aufgestellt?

Rainer Peters: HPE Pointnext teilt sich grob in drei Bereiche auf. Am Beginn stehen die Advisory Services, diese decken Planungs- und Beratungsphase ab. Hier geht es darum, das Business des Kunden zu verstehen und Herausforderungen zu erkennen. Nur so kann man sehen, wie sich die IT aus- und umbauen lässt, um wirklich zum Unternehmenserfolg beizutragen. Beratung alleine ist aber nicht alles, wir sind auch in der Lage, die Transformation dahinter anzustoßen und haben Einblicke in passende technologische Lösungen.

Die eigentliche Umsetzung geschieht im zweiten Bereich, den Professional Services. Hier geht es um den Aufbau der neuen Infrastruktur und die Integration neuer Prozesse aus der Planungsphase. Dabei setzen wir stark auf einen hybriden Ansatz, um klassische IT durch Cloud-Funktionen zu stärken. Ein gutes Beispiel sind etwa flexible IT-Ressourcen, die bei Bedarf zusätzlich abgerufen werden können.

Die Operational Services kümmern sich anschließend um den täglichen Betrieb der Systeme. Darin bündeln wir Themen wie Support oder eine Multi-Vendor-Unterstützung, um den effektiven Betrieb im Alltag sicherzustellen.

Multi-Vendor ist ein gutes Stichwort, wie ist HPE Pointnext hier aufgestellt?

Rainer Peters: Die Realität ist, dass nicht alle Produkte von einem Hersteller kommen. Wir setzen daher auf Basis unserer Produkte die jeweiligen Technologien um und verfügen bereits jetzt über ein starkes Partner-Netzwerk. Klassische Anbieter wie Microsoft, Red Hat oder VMware sind da ebenso an Bord wie neue Lösungen, etwa Docker, Mesosphere oder Ansible.

Frank Bloch: Ganz richtig. Wir haben Kunden, bei denen neueste Technologien zum Einsatz kommen, Docker Container, DevOps Prozesse und hybride Cloud Modelle etwa spielen eine wichtige Rolle. Wir unterstützen über unser Pathfinder-Investment-Programm zahlreiche neue Unternehmen und Ansätze und integrieren diese entsprechend auch in unser Angebot.

Was ändert sich für bestehende Business-Partner?

Frank Bloch: Unsere heutigen Partner werden auch für HPE Pointnext unsere Partner sein. Wir verkaufen unsere Dienstleistungen über Partner, reichern aber auch gerne deren Fachwissen zusätzlich an und binden Partner auch in unser Angebot ein. Wir ergänzen im Sinne unsere Kunden die unterschiedlichen Kompetenzen zu einer Gesamtlösung.

Zum Abschluss, an welche Zielgruppe richtet sich das Angebot von Pointnext?

Frank Bloch: In erster Linie sprechen wir global agierende Enterprise Kunden, den gehobenen Mittelstand sowie öffentliche Auftraggeber an. Wir verschließen uns natürlich nicht gegen kleinere Unternehmen, im Gegenteil. Hier setzen wir stark auf die Kooperation mit unseren Partnern und dem Channel.

Diskutieren Sie mit HPE Experten über Pointnext und natürlich andere Business-IT-Themen und deren Bedeutung für die hiesige Industrie am HPE Stand auf der CeBIT 2017 in Halle 4, Stand A04 oder auf der Hannover Messe vom 24. bis 28 April in Halle 8, Stand A07.