Chancen und Anforderungen des Internet of Things

Von Roland Freist am 05. April 2017
Internet of Things, Digitalisierung und Vernetzung sind derzeit heiß gehandelte Themen in der IT-Industrie. Viele Unternehmen werden ihre Prozesse und Geschäftsmodelle umstellen müssen, um weiter am Markt zu bestehen. Aber auch die Gestaltung des Arbeitsumfelds wird sich ändern.

Internet of Things heißt nicht einfach nur, dass jedes elektrische Gerät mit einer Netzwerkschnittstelle ausgerüstet wird. Erforderlich ist darüber hinaus auch ein übergreifender Masterplan, damit sich aus der Vernetzung echte Vorteile ergeben, wie die HPE-Tochter Aruba auf ihrer Website demonstriert.

Ein Beispiel sind die seit einigen Jahren diskutierten Smart Cities. Im Idealfall arbeiten die Sensoren und Clients in Fahrzeugen, Gebäuden, Ampeln und auch der Straßenbeleuchtung zusammen, um etwa Stausituationen durch hohes Verkehrsaufkommen oder Unfälle schnell zu erkennen und den Verkehr automatisiert auf weniger belastete Strecken umzuleiten. Dazu sind jedoch Netzwerke erforderlich, welche die anfallenden Daten sicher und in Echtzeit übertragen können, und zwar über sämtliche Stadtviertel und Behörden hinweg.

Im Einzelhandel ermöglichen es Smartphone-Apps, die Kunden schneller und direkter zu den gesuchten Produkten zu führen und ihnen bereits im Vorfeld die Verfügbarkeit von Modellen und Größen anzuzeigen. Gleichzeitig können die Händler mehr über das Einkaufsverhalten ihrer Kunden erfahren und sie gezielt mit Produktinformationen versorgen. Beides funktioniert jedoch ebenfalls nur über eine umfassende Vernetzung mit integrierten Standortdiensten.

Branchenübergreifend wird sich in der Zukunft über das Internet of Things auch der Büroarbeitsplatz verändern. Die heute im Normalfall ohnehin bereits vorhandene Vernetzung wird um zusätzliche Sensoren erweitert werden. Wie HPE Chief Technologist Axel Simon in einem Interview erklärt, ist es auf diese Weise möglich, die tatsächliche Nutzung etwa von Besprechungsräumen in die Planung einzubeziehen. So kommt es beispielsweise immer wieder vor, dass ein Raum für eine Besprechung reserviert wird, die dann jedoch ausfällt. Intelligente Systeme sind heute in der Lage festzustellen, dass das Zimmer trotz Buchung leer geblieben ist und es daraufhin automatisch wieder freizugeben. Auf diese Weise lassen sich die vorhandenen Ressourcen besser auslasten, was letztlich eine Reduzierung der Kosten bedeutet.